Veranlagung

Veranlagung in der Pensionskasse

Pensionskassenlösungen sind im Gegensatz zur Abfertigung nicht obligatorisch sondern optional – schaffen aber für Unternehmen und Mitarbeiter Vorteile. So sind Pensionskassenlösungen ein beliebter Fringe Benefit der zur Bindung qualifizierter Mitarbeiter beiträgt. Weiters sind die Ausgaben des Unternehmers als Betriebsaufwand steuerlich absetzbar. Die Valida Pension AG ist führend in Pensionskassenlösungen.

 

Unterschiedliche Veranlagungsstrategien

Große Firmenkunden ab 1.000 einbezogenen Begünstigten können innerhalb einer Pensionskasse eine eigene sogenannte Veranlagungs- und Risikogemeinschaft (VRG) gründen und dabei über Veranlagungsbeiräte die Veranlagungsstrategie dieser VRG mitentscheiden. Kleinere Unternehmenskunden können in offene VRGn eintreten und ebenfalls die Veranlagungsstrategie wählen. Dabei stehen die drei unterschiedlichen Risikoklassen „konservativ“, ausgewogen“ und „dynamisch“ zur Auswahl. Jede VRG weist eine eigene VRG-spezifische Performance aus. Die Performance einer gesamten Pensionskasse ist der volumsgewichtete Durchschnittswert der Performances der einzelnen VRGn.

Keine Kapitalgarantie

Pensionskassen bieten prinzipiell keine Kapitalgarantie. Die Höhe der laufenden Leistungen für Pensionisten von Beitragsorientierten Pensionskassen-Verträgen ist schwankend und wird jedes Jahr erneut angepasst. Ausschlaggebend für die Entwicklung der Leistungen ist vor allem das Veranlagungsergebnis der jeweiligen VRG des Begünstigten. Um die Schwankungsbreite der Pensionshöhe einzuschränken, werden in guten Veranlagungsjahren sogenannte Schwankungsrückstellungen gebildet, um in Zeiten schlechter Kapitalmarktentwicklung eine Reserve zu haben.

Begünstigte von Pensionskassenlösungen, die im Ruhestand fixe Leistungen bevorzugen, können zum Pensionsantritt in die sogenannte Sicherheitspension („Sicherheits-VRG“) wechseln, in der Pensionskürzungen ausgeschlossen sind - allerdings bei deutlich niedrigeren Leistungen.

Die laufende Überwachung der Veranlagungspolitik einer Pensionskasse erfolgt durch eine interne Revision, einen externen Wirtschaftsprüfer, einen internen Aktuar und einen externen Prüfaktuar (Versicherungsmathematiker), die Pensionskassenaufsicht (FMA), einen Staatskommissar sowie den Aufsichtsrat.

Das Vermögen eines Begünstigten in der Pensionskasse ist laut Gesetz sogenanntes „Sondervermögen“ – d.h. auch im Falle einer Insolvenz des Arbeitgebers kann es zu keinem Verlust des bestehenden Vermögens der Begünstigten kommen.

Risiken im Geschäftsfeld Pensionskasse

Eines der wesentlichsten sozialen Risiken in der Pensionskasse sind mögliche Pensionskürzungen in einem beitragsorientierten Pensionskassensystem. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, setzt Valida folgende Maßnahmen:

  • Die Bestände und Beiträge werden gemäß § 25 Pensionskassengesetz nach dem allgemeinen Vorsichtsprinzip und zum größtmöglichen Nutzen der Begünstigten sowie unter Berücksichtigung von Sicherheit, Liquidität und Rentabilität veranlagt.
  • Zwecks Risikostreuung und Stabilisierung der Performance wird primär in Investmentfonds investiert.
  • Neue Veranlagungsprodukte haben einen Produkteinführungsprozess zu durchlaufen.
  • Im Einvernehmen mit Unternehmenskunden kann gegebenenfalls der Rechnungszins reduziert werden.

Außerdem werden die Kunden (Arbeitgeber, begünstigte Arbeitnehmer sowie Pensionisten) regelmäßig im Rahmen von Beiratssitzungen mit Vertretern der Unternehmen bzw. mittels individueller Schreiben an alle betroffenen Begünstigten über wahrscheinliche und/oder voraussichtliche Anpassungen der Pensionsleistungen zeitgerecht informiert.

Vergleich der Performance

Vergleich der Performance - Betriebspension

Performance p.a. (in Prozent)

2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009
-6,25 5,76 4,06 1,90 9,14 5,33 8,06 -2,97 5,13 10,37
2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000 1999 1998
-9,25 1,36 5,09 11,81 7,11 8,76 -6,40 0,46 4,49 9,66 8,91

Kapitalentwicklung (in Euro)

Grafik: Valida Pension Kapitalentwicklung

Valida Pension Gesamt seit 1998

Novelle zum Börsegesetz 2018

Offenlegung gemäß § 185 und § 186 Börsegesetz 2018

 

1. Erklärung gemäß § 185 BörseG

Die Aktieninvestments werden in der Valida Pension AG vorwiegend (dzt. zur Gänze) im Wege von Investmentfonds getätigt. Dabei kommen sowohl Publikums- als auch Spezialfonds zum Einsatz, die von verschiedenen Kapitalanlagegesellschaften (kurz „KAGen“)verwaltet werden. Die Valida Pension AG fungiert nicht als Manager eines dieser Investmentfonds.

Für die eingesetzten Publikums-/Spezialfonds wird die von den KAGen erstellte Mitwirkungspolitik von der Valida Pension AG analysiert und in die Beurteilung für die Auswahl bzw. das laufende Monitoring des Fonds/Managers einbezogen. Zumindest in jährlicher Frequenz wird ein Bericht über die durchgeführten Aktionen in Umsetzung dieser Mitwirkungspolitik angefordert und durch die Valida Pension AG geprüft. Erforderlichenfalls wird der Dialog mit den KAGen diesbezüglich geführt.

Für die eingesetzten Investmentfonds der Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. werden von der Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. jährlich Informationen über die Stimmabgabe kostenlos unter www.rcm.at zur Verfügung gestellt.

Für die eingesetzten Investmentfonds der Kepler-FONDS KAG werden von der Kepler-FONDS KAG jährlich Informationen über die Stimmabgabe kostenlos unter https://www.kepler.at/eBusiness/services/resources/media/1176559894556129566-1177948908520080721_1177951317459865810-1417507682259417404-1-2-NA.pdf zur Verfügung gestellt. 

Für die eingesetzten Investmentfonds der Ersten Asset Management werden von der Ersten Asset Management jährlich Informationen über die Stimmabgabe kostenlos unter https://www.erste-am.at/content/dam/at/eam/common/files/EAM_Voting_Policy.pdf zur Verfügung gestellt. 

Für die eingesetzten Investmentfonds der Amundi werden von der Amundi jährlich Informationen über die Stimmabgabe kostenlos unter http://about.amundi.com/index.php/layout/set/popin/Sites/Amundi-Corporate/Pages/News/2019/Publication-of-our-2019-voting-policy zur Verfügung gestellt. 

Für die eingesetzten Investmentfonds der MACQUARIE werden von der MACQUARIE jährlich Informationen über die Stimmabgabe kostenlos unter https://www.macquarieinvestmentmanagement.at/impressum.asp?sprachid=1 zur Verfügung gestellt. 

 

2.  Erklärung gemäß § 186 BörseG

1. Die Abstimmung der Anlagestrategie und Anlageentscheidungen auf das Profil und die Laufzeit der Verbindlichkeiten (insb. langfristiger Verbindlichkeiten) erfolgt durch die Valida Pension AG im Rahmen der strategischen Asset Allocation. Die Kapitalanlagegesellschaften (kurz „KAGen“) folgen bei der Veranlagung von Spezialfonds der definierten Anlagestrategie, die mit der Valida Pension AG abgestimmt und vereinbart wurde. Die Anlagestrategie spiegelt sich in den Fondsbestimmungen sowie in den allenfalls zwischen den KAGen und der Valida Pension AG vereinbarten Anlagerichtlinien der Fonds wider. Die KAGen informieren Valida Pension AG über wesentliche Änderungen der Anlagestrategie von Publikumsfonds.

2. Die KAGen treffen Anlageentscheidungen gemäß einem festgelegten Investmentprozess sowie der Best Execution Policy der KAGen und unter anderem auch auf Grundlage einer Auswertung der mittel- bis langfristigen Entwicklung der finanziellen und nicht finanziellen Leistung der jeweiligen Aktiengesellschaft, in die investiert werden soll. Die KAGen verfügen über eine (veröffentlichte) Proxy Voting Policy , gemäß deren Bestimmungen eine allfällige Stimmrechtsausübung der KAGen stattfindet. Einen Bericht über die verfolgte Stimmrechtspolitik liefern die KAGen regelmäßig (zumindest jährlich) an die Valida Pension AG.

3. Die Messung der Leistung erfolgt anhand der vereinbarten Indizes bzw. Anlageziele im kurz- und langfristigen Beobachtungszeitraum.

Bei Mandaten im Wege von Spezialfonds wird im Rahmen der Anlagerichtlinien eine – aus dem Investmentansatz abgeleitete – Bandbreite für den erwarteten Portfolioumsatz (exkl. aus Anteilsscheingeschäften induzierter Umsatz) festgelegt. Die KAGen berichten regelmäßig (zumindest jährlich) über den tatsächlichen Portfolioumsatz. 

Bei Publikumsfonds berichten die KAGen regelmäßig (zumindest jährlich) über den tatsächlichen Portfolioumsatz. Die Valida Pension AG bewertet die Leistung der KAGen unter anderem auch unter Berücksichtigung des von den KAGen mitgeteilten Portfolioumsatzes.

4. Bei der Auflage von Fonds wurden Transaktionskosten vereinbart. Die KAGn berichten jährlich über die Höhe der angefallenen Transaktionskosten. 

5. Mandate, die im Wege von Spezialfonds vergeben werden, sind in der Regel unbefristet abgeschlossen, sind jedoch innerhalb einer kurzen, angemessenen Frist, kündbar. Gehaltene Anteile an Publikumsfonds können jederzeit (unter Einhaltung der Handelsmodalitäten) zum errechneten Wert verkauft werden.