Neuvertrag

Ihr Beitrag zur Mitarbeitervorsorge

Ihr Beitrag zur Mitarbeitervorsorge

Mit Beginn eines Arbeitsverhältnisses leisten Sie als Arbeitgeber einen Beitrag von 1,53 % des Bruttomonatsentgeltes (nach § 49 ASVG) – unter Berücksichtigung eines beitragsfreien ersten Monats (Probezeit).

Abwicklung

  • Die Beiträge werden mit den monatlichen Krankenkassenbeiträgen abgeführt und an die Betriebliche Vorsorgekasse (BVK) weitergeleitet.
  • Die Beiträge sind von der Lohnsteuer befreit.
  • Sie müssen für Ihre Mitarbeiter so lange Beiträge zahlen, wie Entgeltansprüche bestehen.

 

Mitarbeitervorsorge in fünf Schritten

Bei der Wahl einer Betrieblichen Vorsorgekasse sind einige Dinge zu beachten. Grundsätzlich erfolgt der Beitritt in fünf einfachen Schritten.

 

Frist für die Auswahl

  • Spätestens sechs Monate nach Beginn des ersten Arbeitsverhältnisses, für das Beiträge zu zahlen sind.

Hinweis: Verpassen Sie diese Frist, weist der Hauptverband der Sozialversicherungsträger Ihr Unternehmen einer Betrieblichen Vorsorgekasse zu.

 

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Auswahl

Die Auswahl einer Betrieblichen Vorsorgekasse (BVK) erfolgt grundsätzlich über den Vorschlag des Arbeitgebers.

In Betrieben mit Betriebsrat erfolgt die Auswahl einer betrieblichen Vorsorgekasse nach Beratung mit dem Betriebsrat mittels Betriebsvereinbarung. Bei Nichteinigung ist die Schlichtungsstelle beim Arbeits- und Sozialgericht anzurufen.

In Betrieben ohne Betriebsrat wählt der Arbeitgeber eine BVK. Er muss seine Mitarbeiter binnen einer Woche einzeln über die geplante Auswahl informieren. Achtung: Ein Aushang reicht nicht aus. Nach Erhalt der Information haben Mitarbeiter eine Einspruchsfrist von zwei Wochen. Erhebt mindestens ein Drittel der Mitarbeiter in dieser Zeit Einspruch, muss eine andere BVK vorgeschlagen werden, andernfalls gilt die Wahl des Arbeitgebers. Bei Nichteinigung ist die Schlichtungsstelle anzurufen.

Die ausgewählte BVK muss im Dienstzettel bzw. Dienstvertrag festgehalten werden (§ 2 Abs. 2 Z 13 AVRAG), und die Beiträge sind am Lohnzettel anzuführen.

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Beitrittsantrag

Nachdem sich der Arbeitgeber mit Mitarbeitern/Betriebsrat auf die Valida Plus geeinigt hat, wird ein Beitrittsantrag ausgefüllt und übermittelt – über den Betreuer vor Ort (Raiffeisen Banken, UNIQA Zweigstellen) oder direkt an die Valida: Valida Plus AG, Postfach 172, 1131 Wien.

Bitte vergessen Sie nicht im Antrag sämtliche Beitragskontonummern anzuführen, denn diese müssen wir beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger einmelden. Ohne Beitragskontonummern ist ein Vertragsabschluss nicht möglich.

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Beitrittsvertrag

Nach der Bearbeitung des Antrags erhält der Arbeitgeber den Beitrittsvertrag zugesandt. Spätestens mit der ersten Eintrittsmeldung eines Mitarbeiters in die Mitarbeitervorsorge muss eine formlose Meldung an Ihren zuständigen Krankenversicherungsträger geschickt werden. Wichtig dabei ist auch die Angabe der BVK-Leitzahl (Valida Plus: 71300).

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Beitragszahlung

Ab Vertragsbeginn leistet der Arbeitgeber für jeden Mitarbeiter monatlich einen Beitrag von 1,53% des Bruttomonatsentgeltes. Diese Beiträge werden mit den monatlichen Krankenkassenbeiträgen abgeführt und von den Gebietskrankenkassen an uns weitergeleitet.

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Anspruch

Anspruch auf das Vorsorgekapital besteht für Mitarbeiter, wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind.

 

Infoblatt Verfügungsmöglichkeiten

Sonderfälle

Wiederanstellung
Wird innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten ab dem Ende eines Arbeitsverhältnisses mit demselben Mitarbeiter erneut ein Arbeitsverhältnis abgeschlossen, setzt die Beitragspflicht sofort mit dem ersten Monat ein. Sind seit dem Ende des letzten Dienstverhältnisses mehr als 12 Monate vergangen, ist der erste Monat wieder beitragsfrei.

Geringfügigkeit
Die Geringfügigkeitsgrenze bzw. Höchstbeitragsgrundlage werden bei der Mitarbeitervorsorge nicht berücksichtigt.

Bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen haben Sie die Wahl, ob Sie die Beiträge monatlich oder jährlich leisten wollen, wobei bei der jährlichen Zahlweise die Beiträge um 2,5 % erhöht werden, um den Performanceverlust auszugleichen.
Wird ein geringfügiges Arbeitsverhältnis beendet, müssen ausstehende Beiträge innerhalb von zwei Wochen ab Beendigung des Arbeitsverhältnisses eingezahlt werden.

Die Umstellung von der jährlichen auf die monatliche Zahlweise (oder umgekehrt) ist immer nur zum Jahresende möglich und muss davor an die Gebietskrankenkasse gemeldet werden.

Präsenz- und Zivildienst, Kranken- und Wochengeld
Für Zeiten des Präsenz- und Zivildienstes, des Auslandszivildienstes bzw. Wochen- und Krankengeldbezuges sind folgende Beiträge zu leisten:

  • Präsenz- und Zivildienst: 1,53 % des Kinderbetreuungsentgelts (derzeit ca. EUR 436 / Monat)
  • Wochengeld: 1,53 % des Letztbezugs
  • Krankengeld: 1,53 % des halben Letztbezugs

Karenz
Für Zeiten des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld und für die Dauer von Familienhospizkarenz leistet der Familienlastenausgleichsfonds die entsprechenden Beiträge in der Höhe von 1,53 % des Kinderbetreuungsentgelts (derzeit ca. EUR 436,- /Monat).

Bildungskarenz
Für Bildungskarenzzeiten ab dem 1.1.2008 ist ein Vorsorgebeitrag in Höhe von 1,53 % des tatsächlich bezogenen Weiterbildungsgeldes zu leisten – gemäß § 26 (1) AlVG.